Lightwerk Betriebsausflug 2011 – Waldklettergarten Stuttgart

Motivierte Lightwerker am Start

Auch dieses Jahr hatte sich Lightwerk für seine Mitarbeiter etwas einfallen lassen und alle zum Betriebsausflug in den Waldklettergarten Stuttgart eingeladen. Festangestellte, Praktikanten und Diplomanden standen pünktlich zur Abfahrt bereit und kamen bei strahlendem Sonnenschein im Schmellbachtal an. Zu Beginn wurden alle mit Helmen und einem einfachen Klettergurt ausgerüstet und anschließend in zwei Gruppen eingeteilt. Während ein Teil der Mitarbeiter die “Team-Leiter” erklimmen musste, halfen sich die anderen gegenseitig beim Überqueren des “Mohawk-Pfad” der aus Slacklines bestand, die zwischen Bäume gespannt waren. Ziel der Balancier-Übung war es, sich als Team gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, wie alle Gruppenmitglieder das Ende des Pfades erreichen, ohne dabei den Boden zu berühren. Dabei wurden so ganz nebenbei auch einige Berührungsängste abgebaut, denn nur durch Halten an den Händen oder am Körper des anderen, war es möglich, sicher am Ende des Pfades anzukommen. Bei der “Team-Leiter” bildeten jeweils drei Mitarbeiter ein Team, das gemeinsam die höchste Sprosse erreichen musste. Da zwischen den Sprossen teilweise ein Abstand von über einem Meter lag, war dies eher ein schwieriges Unterfangen, das in erster Linie Kraft und Teamwork verlangte. Vom Boden aus sicherte der Rest der Mannschaft ihre Teammitglieder und am Ende hatten es tatsächlich alle geschafft, die höchste Sprosse zu erreichen. So motiviert und voller Adrenalin ging es zum zweiten Teil unseres Ausfluges.

Klettern im Hochseilgarten Stuttgart

Bei der Sicherheitseinweisung

Ausgestattet mit neuen Sicherheitsgurten, Karabinerhaken und Seilrolle ging es nach einer kurzen Einweisung hinauf in die Baumkronen. Selbst diejenigen von uns, die sich zunächst in so ungewohnter Höhe etwas unsicher fühlten, wurden durch das ausgeklügelte Sicherheitssystem der Haken beruhigt und schon bald gab es kein Halten mehr. Einsteiger kletterten sich zunächst am Haselmaus-Parcours warm, während die schon etwas erfahreneren Kletterer sich gleich mit den Seilbahnen des Falken-Parcours in 12 Meter Höhe von Baum zu Baum schwangen. Dabei stellte es sich auch als ganz clever heraus, Handschuhe zu tragen, die vor Schwielen und scharfer Baumrinde schützen. Auch diejenigen, die lange Hosen trugen waren im Vorteil. Der Rest musst den ein oder anderen Mückenstich oder Kratzer mit nach Hause nehmen. Aber das hat unserem Abenteuer im Wald keinen Abbruch getan. Alle hatten wahnsinnig viel Spaß. Gemeinsam ließen wir den Abend in der Gasstätte des Hochseilgartens ausklingen und berichteten uns gegenseitig von unseren mutigen Kletteraktionen.

Was ist ein Klettergarten?

Es gibt die unterschiedlichsten Bezeichnungen für die Kletterparks im Freien. Dabei kommt es ein bisschen darauf an, wie der Parcours aufgebaut ist. Sind die einzelnen Elemente wie Hängebrücken, Drahtseile und Netze zwischen Bäumen installiert, bezeichnet man sie als Waldseilgarten, Kletterwald oder Klettergarten. Ist der Parcours so hoch angelegt, dass die Teilnehmer sich sichern müssen, bezeichnet man ihn als Hochseilgarten. Ziel beim Begehen des Parcours ist es, an seiner Schwindelfreiheit zu arbeiten, die eigenen Ängste zu überwinden und natürlich Spaß zu haben. Der erste Seilgarten wurde 1875 in Frankreich errichtet und diente quasi als eine Art “Sportpark”. In den 60er Jahren entdeckte Kurt Hahn die Seilgärten als eine Kulisse für erlebnispädagogische Zwecke. Dabei stehen Teamtraining und Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund. Dies wurde zunächst in den USA populär und schwappte schließlich auch zu uns nach Deutschland rüber. Die Sicherung der Besucher erfolgt durch ein Selbstsicherungssystem. Durch Einweisung des Personals und mit Hilfe von Übungsparcours auf dem Boden, werden die Kletterer mit dem System vertraut gemacht.

Das Sicherheitssystem SafeLink-SSB-System

Schwindelfreie Lightwerk-Mädels

Durch das Sicherheitssystem des Kletterparks in Schmellbachtal, fühlten sich alle Mitarbeiter trotz schwindelerregender Höhe sehr sicher. Das man zu einem Zeitpunkt ungesichert am Baum hängt, ist dank des dort verwendeten Selbstsicherungssystem nicht möglich. Von den beiden Karabinern ist stets einer geöffnet und einer ungeöffnet. Dass beide ungeöffnet sind, ist technisch nicht möglich, da die beiden Karabiner unsichtbar miteinander verbunden sind. Es handelt sich um ein sogenanntes “kommunizierendes System”. Um loszuklettern, muss sich jeder Kletterer zunächst mit dem geöffneten Haken in das Stahlseil einhängen und ihn an einem extra dafür vorgesehenen roten Schloss wieder verschließen. Erst dann lässt sich der zweite Haken öffnen und damit zusätzlich in das Stahlseil einhängen. Kommt man nach der Überquerung des Hindernisses auf der Plattform an, muss wieder zunächst das rote Schloss zum Einsatz kommen, bevor es weiter in den nächsten Parcours geht. Damit ist immer gewährleistet, dass man mit mindestens einem Haken am Seil hängt und somit gesichert ist.

Mutig auf dem Moorhawk-Pfad

Mutig auf dem Moorhawk-Pfad

Die Team-Leiter

Die Team-Leiter

Seilpfad

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