Was macht eigentlich ein Projektleiter einer Internetagentur?

Benjamin Daniel, Projektleiter bei der Lightwerk GmbH

Benjamin Daniel, Projektleiter bei der Lightwerk GmbH

Viele fragen sich, welche Aufgaben ein Projektleiter in einer Internetagentur hat. Welche Anforderungen stellt man an Projektleiter? Welche Eigenschaften und Stärken muss er haben?
Benjamin Daniel ist 25 und arbeitet seit einem halben Jahr bei der Lightwerk GmbH in Stuttgart. Als  Projektleiter in einer Internetagentur, weiß er was es heißt, Verantwortung zu tragen und sich selbst zu organisieren. Dass das im hektischen Alltagsgeschäft nicht immer einfach ist, hat er früh gelernt.

„Gleich nach meiner Ausbildung als Industriekaufmann hatte ich die Chance als Junior-Projektmanager in einer Internetagentur anfangen zu können. Die zahlreichen Möglichkeiten, die eine Agentur einem bietet, haben mich dabei besonders gereizt. Ich konnte viel im Marketing-Bereich dazu zu lernen und selbstverständlich auch bei den wichtigen Projektleiter-Aufgaben wie Zeitmanagement, Projektkosten-Kalkulation und Angebotserstellung.
Seit vergangenem Jahr bin ich jetzt bei Lightwerk, einer TYPO3-Internetagentur.“

Wie kamen Sie dazu, sich bei Lightwerk zu bewerben?
„Weil mir die Arbeitsatmosphäre des Agenturalltags gefällt, war für mich sofort klar, dass ich wieder bei einem Internetdienstleister einsteigen will. Bei Lightwerk gefällt mir besonders, dass wir ein junges Team sind, das sich ganz dem Internet verschrieben hat. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und so konnte ich schon früh die ersten Projekte eigenverantwortlich leiten.“

Was an Ihrem Job gefällt Ihnen besonders?
„Ich genieße die Freiräume, die mir Lightwerk bietet, um mich selbst in die Projekte einbringen zu können. Meine Aufgaben sind vielseitig und abwechslungsreich. Ich werde hier gefordert und darf spannende Projekte leiten. Kein Tag ist wie der andere. Ich glaube, das ist es auch, was das Arbeiten bei einer Agentur von der Arbeit eines großen Unternehmens, wie beispielsweise eines Konzerns, unterscheidet. Wir kennen uns alle gut und dementsprechend angenehm und produktiv ist unsere Arbeit.“

Was muss ein Projektleiter in einer Internetagentur Ihrer Meinung nach besonders gut können?
„Viele denken, ein Wirtschaftsstudium oder ähnliches wäre die Voraussetzung, um als Projektleiter arbeiten zu können. In erster Linie zählen aber Engagement, Lernbereitschaft sowie der Wille sich einzuarbeiten und voran zu kommen. Als Projektleiter einer Internetagentur ist es natürlich Voraussetzung, dass man sich mit dem Medium Internet und seiner Entwicklung auseinandersetzt. Trends wie Social Media, TYPO3 und Suchmaschinenoptimierung sind unser tägliches Geschäft und erfordern, dass ich mich immer auf dem aktuellsten Stand halte. Technisches Verständnis schadet definitiv nicht. Vieles kann man sich aber leicht aneignen.“

Welche Herausforderungen meistern Sie täglich?

„In erster Linie fungiere ich als Schnittstelle zwischen Entwicklern und unseren Kunden. Wenn es zu technisch wird, verliert der Kunde schnell den Überblick. Meine Aufgabe ist es, die Wünsche unserer Kunden mit den Möglichkeiten unserer Entwickler abzugleichen und umzusetzen. Bei mehreren Projekten gleichzeitig kann man schnell mal den Überblick verlieren, wenn man sich nicht selbst organisieren kann. Ich sorge dafür, dass die Zeitpläne und das Budget eingehalten werden. Außerdem ist das wichtigste, dass man zuhören kann. Wenn ich nicht genau weiß, was mein Kunde will, kann ich es nicht so an die Entwicklung weitergeben, das am Ende das gewünschte Ergebnis online zu sehen ist.“

Was ist ihr Geheimrezept um Zeit- und Budgetpläne einhalten zu können?
„Selbstverständlich muss ein Risiko immer miteinkalkuliert werden. Am Ende macht es die Erfahrung aus. Je öfter ich ähnliche Projekte leite und mit unseren Entwicklern zusammenarbeite, desto genauer lassen sich Zeit und Kosten abschätzen. Abweichungen der geplanten Zeit muss ich früh erkennen und in der weiteren Planung berücksichtigen.“

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
„In erster Linie gefällt mir die flache Hierarchie. Wir sind alle gleichgestellt und gute Kollegen. Die Absprachen funktionieren und wenn doch mal was unerwartet anders kommt, reißt einem keiner den Kopf ab. Wenn wir unter Zeitdruck geraten ist es völlig verständlich, dass wir auch mal heftiger diskutieren. Das gehört aber dazu. Wir helfen uns gegenseitig und jeden Tag kann ich durch meine Kollegen neues dazu lernen. Hier lässt einen keiner im Stich.“

Wie sieht ein „normaler” Tag bei Ihnen aus?
„Meine Aufgabe besteht darin, ein Projekt erfolgreich zur Zufriedenheit des Kunden abzuschließen. Dafür ist es wichtig, alles zu dokumentieren, was mit dem Projekt in Verbindung steht, einen Plan zu erarbeiten und Ziele festzustecken. Anpassungswünsche von Seiten des Kunden müssen auf Kosten, Termine und Qualität geprüft werden. Das Projektergebnis liegt in meiner Verantwortung. Ich koordiniere und überwache den Projektablauf und sorge für effiziente Entscheidungsfindung. Dabei spielt Kommunikationsfähigkeit eine wichtige Rolle. Wenn der Informationsfluss nicht stimmt, gerät das gesamte Projekt in Schieflage. Man muss lernen, Prioritäten zu setzen. Die genaue Dokumentation der gesamten Abläufe hilft mir zu koordinieren, was mit welchem Ergebnis bis wann durch wen geleistet werden muss.“

Was an Ihrem Job könnte andere abschrecken?
„Ich könnte mir vorstellen, dass es Menschen gibt, die jeden Tag um die selbe Zeit die selbe Arbeit verrichten möchten, um schließlich um fünf Uhr ihren Stift fallen zu lassen und nach Hause zu gehen. Ich selbst würde einen nine-to-five Job schrecklich finden. Ich genieße die Flexibilität, die ich habe. Selbstverständlich müssen Projektzeiten und Termine eingehalten werden. Daher kommt es schon mal vor, dass wir bis spät abends noch an einem Projekt arbeiten. Darüber habe ich mich aber noch nie geärgert. Im Gegenteil: Die Arbeit macht Spaß und bisher haben sich die hektischen Zeiten mit den etwas ruhigeren immer die Waage gehalten.“

Was geben Sie zukünftigen Web-Projektleitern als Tipp mit auf den Weg?
„Auf jeden Fall ist es wichtig, sich mit dem Thema Internet zu befassen und bei neuen Technologien am Ball zu bleiben. Das macht den Einstieg schon mal leichter. Zu tief muss man dabei nicht in die Materie eintauchen. Im Gegenteil: Mit „Fachchinesisch“ kennt der Kunde sich nicht aus und wir wollen keinen abschrecken. Außerdem sollte man ein Teamplayer sein und eine gewisse Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Was bringt das größte Fachwissen, wenn ich den Kunden nicht von meinen innovativen Ideen überzeugen oder meine Kollegen nicht für meine Projekte begeistern kann? Einzelkämpfer sind hier nicht gefragt.“

Auf welche Projekte/Aufgaben in der Zukunft freuen Sie sich bereits?
„Ich mag Projekte, die mich fordern. Besonders interessant ist der Aufbau und die Umsetzung von gesamten Unternehmensportalen mit Internet, Intranet und Extranet. Meistens muss dann noch bestehende Software wie beispielsweise ein ERP-System angebunden werden. Ganze Prozesse laufen dann mit einem Klick automatisch ab. Am Ende fügen sich die einzelnen kleinen Rädchen zu einem großen Ganzen zusammen, das läuft wie ein Uhrwerk. Das beeindruckt mich immer wieder aufs Neue.“

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