Social Media Film: Die Suche nach der Story
Das Problem: Viele Image-, Produkt- und Personalgewinnungs-Videos sind langweilig und werden als altmodisch wahrgenommen. Es reicht nicht, z.B. das Firmengelände abzufilmen und mit einer flotten Melodie zu unterlegen, eventuell noch mit Texteinblendungen. Selbst wenn man einen Text formuliert, in dem alle Informationen enthalten sind, die man für wichtig erachtet, diesen Text dann von einem Sprecher aufnehmen lässt und das Bildmaterial damit unterlegt: Die Gefahr ist groß, dass die Zuschauer gelangweilt die Website verlassen oder bei YouTube auf das nächste Video klicken.
Stattdessen sollte das Ziel sein, ein Video zu produzieren, das zumindest unterhaltsam ist. Das ist die Grundvoraussetzung für jeglichen Publikumserfolg. Ist die Unterhaltsamkeit gewährleistet, bedarf es noch nützlicher Informationen, die mit anderen Medien nicht oder nur umständlich transportiert werden können. Im Mittelpunkt sollten aber nicht allein die vermittelten Informationen stehen, sondern besonders die erweckten Emotionen. Ganz besonders das Medium Film kann, wenn es richtig genutzt wird, beim Zuschauer Gefühle und innere Reaktionen erwecken, die hängen bleiben. Dafür muss sich der Zuschauer mit dem Gezeigten identifizieren können. Es muss eine Story entwickelt werden, die von einem breiten Publikum, zumindest aber der Zielgruppe verstanden und mitempfunden wird. Diese Story wird dann filmisch umgesetzt, mit allen dem Film zur Verfügung stehenden Mitteln (siehe am Ende des Blogeintrages als Beispiel “Der Keller – Webentwickler in Not” und zur Erklärung “Social Media Film”).
Nun stellt sich natürlich die Frage, ob wirklich alle Botschaften mit einer Story verknüpft werden können. Was wäre zum Beispiel die Story bei einem Video, das die Anwendung eines bestimmten Produktes erklärt? Es ist nicht die Story als solche, der wir das zentrale Augenmerk geben müssen, es ist die Funktion der Story: Sie soll Identifikation schaffen und Emotionen wecken. Das heißt bei besonders abstrakten Geschichten reduziert sich die Story auf ein „Stell dir vor…“ oder ein „Es war einmal…“, das den Grundstein für das Zuschauerinteresse legt. Aber oft irrt man auch, wenn man denkt, ein Themengebiet würde einfach keine Geschichte hergeben. Es gibt eben keine Standardlösungen – jeder Film beginnt bei null auf der Suche nach Zuschauerinteresse. Deswegen sind die zu Beginn erwähnten langweiligen Videos ja auch so erfolglos – sie folgen einem festen Schema.
Neu von Lightwerk:
18. Januar 2013 um 19:41 Uhr
Ein sehr gut gelungener, innovativer Film! Er spricht junge BewerberInnen mit Erfahrung an, die neuartige Ideen haben und an Aufstiegschancen interessiert sind.